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 2.5.2012

Wittelsbachermesse zum Hochfest Patrona Bavariae

Zur Feier des 1916, auf Veranlassung von König Ludwig III., in Bayern und der Pfalz für den 14. Mai eingeführten Festes Patrona Bavariae findet am Sonntag 20. Mai 2012, 10.00 Uhr, in der Stiftskirche Neustadt/Weinstraße wieder eine feierliche Wittelsbachermesse mit Segnung des Grabes von Kurfürst Ruprecht I., dem Gründer der Universität Heidelberg statt. 

700 Jahre altes Wittelsbacher Wappen in der Stiftskirche Neustadt

Zelebrant und Festprediger ist  Domkapitular Msgr. Dr. Nobert Weis aus Speyer; 2 weitere Priester werden levitieren, da die Festmesse in der feierlichsten Form des tridentinischen Ritus, als levitiertes Hochamt zelebriert wird. 

S.K.H. Herzog Franz von Bayern und S.D. Fürst Alois Konstantin zu Löwenstein-Wertheim-Rosenberg (der schon wiederholt unser Ehrengast war) übermittelten ihren Dank für die Feier der Gedenkmesse und ihre herzlichen Grüße an die Neustadter Gemeinde des alten Ritus. 

Alle Gläubigen und sonstigen Interessenten sind sehr herzlich zu der Wittelsbacher-Festmesse am 20. Mai 2012 eingeladen.         

2.5.2012

Gute Annahme des Zeller Wallfahrtstages im alten Ritus

Bei strahlendem Sonnenschein und warmem Frühlingswetter fand unter großem Zuspruch der diözesane Speyerer Wallfahrtstag im alten Ritus statt. Das Wallfahrtsamt zelebrierte in der Zeller Kirche Domkapitular Msgr. Dr. Norbert Weis aus Speyer, der auch die Festpredigt zu Ehren des Hl. Philipp hielt. Es waren dazu (an einem nicht zum Gottesdienstbesuch gebotenen Tag!) ca. 120 Wallfahrer gekommen. Die Kolpingfamilie Zell verpflegte zum Mittagessen im nahen Pfarrhaus 80 Pilger. So stark war auch etwa der Besuch des nachmittäglichen Vortrages von Pater Michael Ramm und der abschließenden Sakramentsandacht mit feierlichem Schlußsegen, welche Domkapitular Dr. Weis und Pater Ramm zusammen hielten. Ein Reporter unserer Bistumszeitung "Der Pilger" war speziell zu dem Wallfahrtstag angereist. 

 

Wallfahrtskirche St.Philipp von Zell

Den Zelebranten, Ministranten, allen Wallfahrern und Organisatoren ein herzliches "Vergelt`s Gott", für die Ehre die sie unserem Diözesanheiligen Philipp von Zell erwiesen haben! Eine Wiederholung des altrituellen Wallfahrtstages im nächsten Jahr ist beabsichtigt.             

22.4.2012

Diözesaner Wallfahrtstag am 1. Mai 

In ihrer neuesten Ausgabe weist unsere Bistumszeitung "Der Pilger" (Speyer) mit einem sehr schönen Artikel auf unseren  diözesanen Wallfahrtstag im alten Ritus hin. Daher ein herzliches "Vergelt`s Gott" an die verantwortlichen Redakteure. (Siehe auch Vorankündigung auf dieser Seite unter dem Datum vom 9.1.2012)  

22.2.2012

 Neues Buch erschienen

Im Knecht-Verlag Landau erschien neuerdings ein Pfalzkrimi mit religiösem Tiefgang. Er handelt von fiktiven Morden an hochrangigen Priestern, vor dem Hintergrund der Amtseinführung des derzeitigen Speyerer Bischofs.

Unsere beiden altrituellen Zelebranten Domkapitular Dr. Norbert Weis und Domvikar Dr. Georg Müller erscheinen mit Hauptrollen in der Erzählung; Dr. Weis als damaliger Generalvikar alias Dr. Weihrauh und Dr. Müller als Bischofssekretär unter dem Namen Dr. Melzer. In der sehr unterhaltsamen Geschichte werden zwei Geistliche von einer Fanatikerin ermordet, da sie Glaubensdinge verschwiegen oder verdreht haben. Der Bischof und sein Generalvikar gelangen nach Aufklärung der Verbrechen zu dem Schluss, dass die Täterin zwar verrückt war, es aber andererseits sicher nicht zu der Tat gekommen wäre, wenn Kirche und Priester ihre Pflicht zur Glaubensverkündigung gewissenhaft erfüllt hätten. Dr. Weihrauh resümiert am Ende: "Anstatt dass wir aus der Kraft des Glaubens versuchen die Zeit zu prägen, erliegen wir zuweilen der Versuchung uns dem Zeitgeist anzupassen"; worauf der Bischof antwortet: "Vielleicht haben wir mehr Grund zu einer geistigen Erneuerung als wir glauben!"

 

Wer sich für ein unterhaltsames, spannendes, gleichzeitig aber auch heimatverbundenes und merklich religiöses Buch interessiert, dem sei es hiermit empfohlen. Es trägt den Titel "Kleriker im freien Fall", kostet 9,80 Euro und kann überall im Buchhandel oder direkt beim Knecht-Verlag Landau bestellt werden.

Link zum Knecht Verlag Landau: Neuerscheinungen 2011 - Bücherknecht

 

Neue Pressemeldung über uns

 

Eine Reporterin der Rheinpfalz-Zeitung besuchte am Sonntag Gaudete unsere Hl. Messe und heute erschien darüber nachfolgender Bericht in der Lokalzeitung. Wir danken für das wohlwollende Presseinteresse und sehen es als Zeichen wachsender Akzeptanz an.

 

 

9.1.2012

Diözesaner Wallfahrtstag des außerordentlichen Ritus, 2012

 St. Philipp von Zell

Am Dienstag den 1. Mai 2012 (Feiertag), 10.00 Uhr, wird in der Wallfahrts- und Pfarrkirche St. Philipp von Zell, in 67308 Zellertal, Ortsteil Zell, ein feierliches  Hochamt im außerordentlichen Ritus stattfinden. Zelebrant und Prediger ist der H.H. Domkapitular, Msgr. Dr. Norbert Weis aus Speyer.

Nachmittags um 15.00 Uhr wird uns H.H. Pater Michael Ramm FSSP (Michael Ramm – Kathpedia) in der Kirche einen Vortrag über die Schönheiten des außerordentlichen Messritus halten, woran sich eine den Wallfahrtstag beendende, feierliche Sakramentsandacht anschließt, die von Herrn Domkapitular Msgr. Dr. Weis und Herrn Pater Ramm gemeinsam zelebriert wird.

Pater Ramm ist unserer Gemeinde eng verbunden, da er als Kind regelmäßig mit seinen Eltern zu uns kam und lange Zeit auch bei uns ministrierte. Er ist also sozusagen - nicht nur, aber auch - ein "eigenes Gewächs", auf das wir nicht wenig stolz sind. 

Pater Michael Ramm als Ministrant (3. kleiner von rechts), dahinter der Gründer unserer Gemeinde, H.H. Oberstudienrat Raymond Arnette. 

Die Wallfahrtsleitung bot an, für die Pilger des außerordentlichen Ritus im nahen Kolpinghaus (früheres Pfarrhaus) ein Mittagessen vorzubereiten, das dort gemeinsam eingenommen werden kann. Unabhängig davon besteht ein reichhaltiges gastronomisches Angebot in Zell und den Nachbardörfern. Zell ist eine uralte Weinbaugemeinde in reizvoller Landschaftslage, die überdies zu Spaziergängen in den Weinbergen und Weinproben bei örtlichen Weingütern einläd. Östlich des Ortes liegt ein Aussichtspunkt mit Blick auf Worms und den Odenwald, wo sich neben einem weithin sichtbaren Kriegerdenkmal auch der Predigtfelsen des Hl. Philipp befindet.      

Der diözesane Speyerer Wallfahrtstag im außerordentlichen Ritus ist Teil der offiziellen Wallfahrtswoche zu Ehren des Hl. Philipp, dessen Hauptfest mit Sakramentsprozession am darauffolgenden Sonntag, den 6. Mai gefeiert wird. 

Die Pfarrei Zell hat den Wallfahrtstag im außerordentlichen Ritus in das diesjährige, offizielle Wallfahrtsprogramm aufgenommen, wofür wir uns bei den Verantwortlichen recht herzlich bedanken.

Näheres zum Hl. Philipp von Zell, einem Lokalheiligen unseres Bistums Speyer, kann man hier nachlesen: 

Philipp von Zell – Wikipedia

Wallfahrtskirche des Hl. Philipp von Zell; hier wird unsere Festmesse im außerordentlichen Ritus, am 1. Mai 2012 gefeiert werden.

Unser engagierter Mitstreiter, Herr Matthias Barz, der auf diözesaner Ebene die altrituelle Gemeinde in der Westpfalz (Kreimbach-Kaulbach) organisiert, regte an, hinsichtlich des Philippsfestes, aus seiner reichhaltigen Rezeptsammlung, eine früchtereiche "St.-Philipp-Torte" hier einzustellen. Sie knüpft eine sinnreiche Verbindung zum fruchtbaren Zellertal und zu dem vom Hl. Philipp dort selbst angelegten Obstgarten. Somit können sich alle Wallfahrer schon vorab - auch lukullisch - auf die schöne Vorderpfalz einstimmen. 

St.-Philipp-Torte

300g Mehl, 20g Kakaopulver, 4 EL Milch, 2 Dotter, 150g kalte Butter, 150g Puderzucker, 150 g geriebene Mandeln, 250 g abgetropfte Kompottfrüchte, abgeriebene Schale einer halben Zitrone, 2 EL flüssige Butter, 20g Mandelsplitter, 30g Hagelzucker, 1 Prise Zimt

 

Mehl und kalte Butter auf die Arbeitsfläche abbröseln. Puderzucker und Mandeln darunter mischen, in die Mitte eine Mulde drücken.

Kakaopulver, Dotter, Milch und Zitronenschale zugeben und alles rasch zu einem glatten, geschmeidigen Teig verkneten. Den Teig zu einer Kugel formen, in Frischhaltefolie wickeln und 1 Stunde im Kühlschrank ruhen lassen.

Den Backofen auf 180° C vorheizen und eine Springform mit Backpapier auslegen. Zwei Drittel des Teiges ausrollen, die Form damit auslegen und einen 2 cm hohen Rand formen. Teigboden mit den gut abgetropften Kompottfrüchten belegen, restlichen Teig ausrollen und auf die Früchte setzen.

Mit flüssiger Butter begießen und mit Hagelzucker, Mandelsplittern und Zimt bestreuen. Im vorgeheizten Ofen 50 min. backen. Nach Ende der Backzeit aus dem Ofen nehmen und 10 min. ruhen lassen. Dann aus der Form lösen und auf einem Kuchengitter auskühlen lassen.

 

Zum 90. Todestag eines großen Katholiken mit Pfälzer Wurzeln

Am 8. November 1921 starb im Dominikanerkloster zu Köln Pater Raymund Maria. Bei seinem Tode war er ein einfacher Ordensmann und Priester, wofür er alle Ehren der Welt aufgegeben hatte, in welcher er zuvor hieß: Fürst Karl VI. Heinrich Ernst Franz zu Löwenstein-Wertheim-Rosenberg. Es ist der Urgroßvater unseres diesjährigen Ehrengastes Fürst Alois Konstantin zu Löwenstein-Wertheim-Rosenberg und – wie alle Löwensteiner – ein Abkomme der Pfälzer Kurfürsten.

Fürst Karl (*21.5.1834) stammte aus der Ehe von Erbprinz Konstantin Josef zu Löwenstein-Wertheim-Rosenberg (1802–1838) mit Marie Agnes Henriette Prinzessin zu Hohenlohe-Langenburg. Seine Mutter starb schon wenige Monate nach der Geburt, der Vater folgte ihr nach, bevor der Junge 5 Jahre alt war. 1849, beim Tode seines Großvaters Fürst Karl Thomas zu Löwenstein-Wertheim-Rosenberg, avancierte der 15-Jährige zum Chef seines Hauses. Von 1854 bis 1857 absolvierte er ein Jurastudium.

 

1859 heiratete Fürst Karl zu Löwenstein in Offenbach am Main Adelheid zu Isenburg-Büdingen (1841–1861). Am 20. Februar 1861 gebar sie die Tochter Maria Anna und starb 12 Tage später an den Folgen der Geburt. Die Prinzessin wurde als Schwester Benedicta (1861-1896) Nonne im Benediktinerinnenkloster Sainte Cecile bei Solesmes. 

 

 

Wappen der Fürsten zu Löwenstein-Wertheim-Rosenberg, mittig als Herzschild das Rautenwappen des Hauses Wittelsbach

 

Der verwitwete Fürst heiratete dann 1863 in Wien Prinzessin Sophie von und zu Liechtenstein (1837–1899), Tochter des regierenden Fürsten Alois II. von Liechtenstein. Mit ihr hatte er 8 Kinder, wovon der Sohn Aloys zu Löwenstein-Wertheim-Rosenberg  (1871–1952) später zum Chef des Fürstenhauses avancierte (der Großvater unseres Neustadter Ehrengastes). Zwei weitere Töchter aus dieser 2. Ehe wurden ebenfalls Benediktinerinnen. 

 

Fürst Karl war von großer persönlicher Frömmigkeit. 1868 avancierte er zum Vorsitzenden des „Zentralkomitees der Katholischen Vereine Deutschlands“, eine Vereinigung welche die Beschlüsse des regelmäßig stattfindenden Deutschen Katholikentags umsetzen sollte, als dessen Präsident er auch 1869 in Düsseldorf fungierte. Ab 1872 hieß das Gremium „Kommissariat der Deutschen Katholikentage“ und Fürst zu Löwenstein trug den Titel „Kommissär der Generalversammlungen der deutschen Katholiken“. Dieses Amt bekleidete er ununterbrochen, 30 Jahre lang, bis 1898.

 

Kraft seiner Funktion als Fürst und Standesherr gehörte Löwenstein dem Bayerischen Reichsrat, der Ersten Kammer der Badischen Ständeversammlung, der Ersten Kammer der Württembergischen Landstände, sowie der Ersten Kammer der Landstände des Großherzogtums Hessen an. 1871 wurde Fürst Karl Abgeordneter des Deutschen  Reichstages zu Berlin und Mitbegründer der dortigen Zentrumsfraktion. Er war der 1067. Ritter des hohen Ordens vom Goldenen Vlies.

 

 

Benediktinerinnenabtei St. Hildegard (Rüdesheim-Eibingen), gestiftet von Fürst Karl VI. zu Löwenstein-Wertheim-Rosenberg

 

Der Bekennerbischof Peter Joseph Blum von Limburg musste während des Kulturkampfes Deutschland verlassen und fand freundliche Aufnahme bei Fürst Karl zu Löwenstein-Wertheim-Rosenberg auf dessen Schloss Haid in Böhmen. Auch sein Nachfolger, Bischof Dr. Karl Klein blieb der fürstlichen Familie eng verbunden. Beide Oberhirten planten in Rüdesheim am Rhein das untergegangene Kloster der heiligen Hildegard von Bingen wiederzubeleben. Der Fürst, dessen Haus die fraglichen Ländereien durch den Reichsdeputationshauptschluss im Jahr 1803 zugefallen waren, begeisterte sich nachhaltig für diesen Plan und scheute für die Wiedererrichtung des Konvents keine finanziellen und persönlichen Opfer. 1900 erfolgte die Grundsteinlegung der neuen Abtei St. Hildegard (Rüdesheim), 1904 bezogen die ersten Nonnen das Kloster; Fürst Karl zu Löwenstein-Wertheim-Rosenberg hat es gestiftet. Auch an der Wiederbegründung der Benediktinerabtei Maria Laach wirkte Löwenstein tatkräftig mit.

 

 

Christus Pantokrator in der Abteikirche St. Hildegard, gestiftet von Fürst Karl zu Löwenstein 

 

Fürst Karl zu Löwenstein-Wertheim-Rosenberg wurde im September 1899 zum zweiten Mal Witwer. Auf einer Wallfahrt nach Lourdes entschloss er sich 1902, der Welt zu entsagen und als einfacher Laienmönch in ein Kloster einzutreten. Dies geschah am 20. Juli 1907 im Dominikanerkloster zu Venlo/Holland. Auf Wunsch der Oberen ließ sich Löwenstein entgegen seinem ursprünglichen Entschluss, am 8. Dezember 1909 zum Priester weihen; als Konsekrator fungierte Kardinal Anton Fischer, Erzbischof  von Köln. Der Fürst nannte sich von nun an Pater Raymundus Maria O.P., seine weltlichen Titel und Ämter hatte er an den Sohn Aloys zu Löwenstein-Wertheim-Rosenberg übergeben. 1920 versetzte man den Priester nach Köln, wo er am 8. November 1921 im Dominikanerkloster Hl. Kreuz verstarb. Die Beisetzung erfolgte in der Familiengrablege, dem fränkischen Franziskanerkloster Engelberg über dem Main. Die Schwester von Fürst Karl, Adelheid zu Löwenstein-Wertheim-Rosenberg (1831-1909), ist die Urgroßmutter des Seligen Kaisers Karl von Österreich. Auch sie wurde als Witwe Benediktinerin.

 

 

Fürst Karl VI. zu Löwenstein als Pater Raymund Maria O.P.

 

Wir freuen uns als Gemeinde des alten Ritus über diese trefflichen Nachkommen der Pfälzer Kurfürsten, die wir als Figuren des „Jüngsten Gerichtes“ bei jedem Gottesdienst in der Stiftskirche Neustadt vor Augen haben und deren gegenwärtiger Sproß, Fürst Alois Konstantin zu Löwenstein-Wertheim-Rosenberg, uns kürzlich wieder mit der Ehre seiner Anwesenheit auszeichnete. 

31.10.2011

Impressionen vom Fürstenbesuch am 30.10.2011, in unserer Gemeinde

 

                                           Beim Einzug

                                              Beim Einzug

    Beim Einzug

                                             Stufengebet

                S.D. Fürst Alois Konstantin zu Löwenstein während der Hl. Messe

Segnung des Kurfürstengrabes beim Auszug (der Ehrengast, Fürst zu Löwenstein, vorn rechts im Chorraum)

5.10.2011

Fürstenbesuch und Grüsse zur Wittelsbachermesse  

Zur bevorstenden Wittelsbachermesse am 30.10.2011 hat S.K.H. Herzog Franz von Bayern, der Chef des Hauses Wittelsbach, mit Datum vom 15.9.2011 seine Grüße und seinen ausdrücklichen Dank für die Ausrichtung des Gedenkgottesdienstes in der Stiftskirche Neustadt an der Weinstraße übermittelt. 

S.K.H. Herzog Franz von Bayern   

Ebenso haben S.K.H. Erzherzog Karl von Österreich und S.D. Fürst Albrecht zu Oettingen-Spielberg, schriftliche Grüsse und ihren Dank übermittelt.   

 

Fürstenbesuch in unserer Gemeinde

Zu unserer feierlichen Wittelsbachermesse am 30.10.2011, 10.00 Uhr, hat sich S.D. Fürst Alois Konstantin zu Löwenstein-Wertheim-Rosenberg wieder als Ehrengast angesagt. Darüber freuen wir uns von Herzen und danken dem Fürsten für die Ehre seines Besuches. 

 S.D. Fürst Alois Konstantin zu Löwenstein 

Fürst zu Löwenstein, Vorsitzender des Kongresses "Freude am Glauben",  ist der direkte Nachkomme von König Ruprecht I. und Kurfürst Ludwig III. von der Pfalz, die bei uns an die Kirchendecke gemalt sind.  

     

König Ruprecht I. (links) und sein Sohn, Kurfürst Ludwig III. von der Pfalz (rechts),

die Vorfahren von Fürst Löwenstein, an unserer Kirchendecke.  

20.9.2011

Interview mit unserem Seelsorger

Mit Herrn Domvikar Dr. Georg Müller, einer unserer beiden langjährigen Seelsorger und Zelebranten im außerordentlichen Ritus, wurde in der aktuellen Ausgabe unserer Bistumszeitung "Der Pilger" (Nr. 37, vom 18.9.2011) nachfolgendes Interview veröffentlich, über das wir uns natürlich sehr freuen. 

 

 

11.9.2011

Neuer Messort im Bistum

In der Gemeinde 67757 Kreimbach-Kaulbach, Dekanat Kusel, hat sich eine neue tridentinische Gemeinde zusammengefunden. Sie wird Ihre Hl. Messen in der Wallfahrtskirche "Maria-Hilf" in Kaulbach (Kapellenberg) feiern. Die erste Hl. Messe wird dort am Sonntag, 18. September 2011, 18.00 Uhr stattfinden. Regelmäßiger Zelebrant ist der H.H. Pfarrer Matthias Köller aus Lauterecken, zu dessen Pfarrei Kaulbach gehört. Die Hl. Messe wird vorerst immer jeden 3. Sonntag im Monat um 18.00 Uhr zelebriert. 

Die Wallfahrtskirche "Maria Hilf" in Kreimbach-Kaulbach

(Das weiße Kreuz ist das Grab von Dekan Hammer) 

Die Wallfahrtskirche wurde 1875 von Dekan Philipp Hammer, einem Priesterschriftsteller unserer Diözese, aus den Tantiemen seiner Werke, als Gebetsstätte für die Diasporakatholiken der Nordwestpfalz gestiftet. Sie gehört zu den offiziellen Pilgerstätten in unserem Bistum. 

http://www.kath.de/bistum/speyer/wallfahr/html/kaulbach.htm

Dekan Hammer, ein heiligmäßiger Priester der Diözese Speyer, liegt vor dem Gotteshaus begraben und ist uns sicher im Himmel ein eifriger Fürsprecher in unseren Anliegen. 

http://de.wikipedia.org/wiki/Philipp_Hammer 

Grabinschrift von Dekan Philipp Hammer

12.8.2011

Fortgang der Dacharbeiten unserer Kirche

"Die Rheinpfalz" berichtet aktuell über den derzeitigen Stand der Dacharbeiten an unserem Kirchenteil; noch diesen Monat soll auch wieder unser abgenommener und restaurierter Dachreiter aufgesetzt werden. 

11.8.2011

Kompliment in der Zeitung

In der Tageszeitung "Die Rheinpfalz", Lokalteil Neustadt, wurden wir bereits am 11. Juni, anlässlich einer Spendenübergabe, von der Vorsitzenden des "Bau- und Fördervereins Stiftskirche"  und Synodalen der Prot. Landeskirche der Pfalz, Frau Christiane Conrad - also von "unabhängiger Seite" - mit einem dicken Lob bedacht. Nachfolgend also die erfreuliche Äußerung über uns, die uns mit Stolz und Genugtuung erfüllt, da sich daran ermessen lässt, wie wir als Gemeinde, dem  "verpönten" tridentinischen Ritus, auch im Alltagsleben, mehr und mehr wieder die ihm gebührende Reputation verschaffen. 

 

29.7.2011

Auch das gibt es.........

 

Frisch restaurierter Altar aus dem 19. Jahrhundert, mit Darstellung der Tridentinischen Messe; St. Georgs Kathedrale von Kothamangalam, Kerala, Indien, Sommer 2011.

 

27.7.2011

Firmung in Indien

Eine junge Dame aus unserer altrituellen Gemeinde in Neustadt erhielt während ihres Urlaubsaufenthaltes in Indien, am 2. Juli das Sakrament der Firmung. Gespendet wurde es in sehr traditioneller Weise von Bischof Dr. George Punnakottil, dem stellvertretenden Vorsitzenden der indischen Bischofskonferenz und Diözesanbischof von Kothamangalam, Kerala. Bischof Punnakottil, der dem syro-malabarischen Ritus angehört und den Hl. Papst Pius X., sowie Papst Pius XII. in seinem Weihestammbaum aufweist, hat eine besondere Verbindung zu unserer hiesigen altrituellen Gemeinde, die er auch bereits besuchte. Überdies wirken Ordensschwestern aus seiner Diözese in Speyer und er ist mit Weihbischof Otto Georgens befreundet. Wir gratulieren unserem Gemeindemitglied zu seiner Firmung. 

  

  

 

8.6.2011

 Ein Bild der Freude!

Ein wahres "Bild der Freude" erreichte uns heute aus Indien, in Form eines von dort an die deutschen Katholiken gerichteten Flugblattes. Es spricht für sich selbst und zeigt einmal wieder mehr, dass unser Land mit seiner Dekandenz für die Gesamtkirche (zum Glück!) zur unbedeutenden Randprovinz geworden ist. 

 

Es handelt sich hier um den Orden der indischen Karmeliten von der Unbefleckten Jungfrau (Carmelites of Mary Immaculate - CMI), der gegründet wurde vom Seligen Pater Kuriakose Elias Chavara (1805 - 1871). Er ist ein besonderer Patron unseres Anliegens, denn auch er wurde im 19. Jahrhundert von irregeleiteten Bischöfen mit seinem syro-malabarischen Ritus unterdrückt und hat sich trotz aller Widrigkeiten völlig dem Seligen Papst Pius IX. unterworfen. Gott hat seine Leiden zum Opfer angenommen und die Früchte davon sehen Sie auf dem obigen Foto (sein Bild ist auf dem Glasfenster, hinten rechts zu sehen). 

Wer näheres über den Seligen Kuriakose Elias Chavara erfahren möchte, kann dies hier tun. Es lohnt sich.... 

http://de.wikipedia.org/wiki/Kuriakose_Elias_Chavara 

Rufen wir ihn häufig und voll Zuversicht als Fürsprecher in unserem Anliegen des alten Ritus an!     

20.5.2011

Neuer Pressebericht über uns

Die Speyerer Bistumszeitung "Der Pilger" berichtet in ihrer neuesten Ausgabe Nr. 20, vom 22. Mai 2011 sachlich und wohlwollend über unsere Gemeinde, wofür wir der Redaktion und besonders dem Autor, Herrn Hubert Mathes, sehr dankbar sind. Wir sehen den Artikel als weiteres Zeichen einer deutlich einsetzenden Normalisierung im Verhältnis zwischen den Gläubigen der ordentlichen und der außerordentlichen Form des römischen Ritus. Arbeiten wir in diesem Sinne gemeinsam weiter an der Erneuerung von Kirche und Gesellschaft. 

       

 

1.3.2011

Fürst zu Öttingen-Spielberg schreibt uns

In unserer Kirche befinden sich das Grab und der kunstvolle Epitaph von Elisabeth von Öttingen († 9.7.1406), einer Hofdame und Verwandten König Ruprecht I., der bei uns an die Chordecke gemalt ist. Ihre direkten Nachkommen sind u.a. Kaiser Wilhelm II. , König Juan Carlos von Spanien und Großherzog Henri von Luxemburg.

Von ihrer Großtante Pfalzgräfin Irmengard von Öttingen, der Großmutter von König Ruprecht I., die am 6.11.1389, als Dominikanerin zu Worms starb, stammt das gesamte Bayerische Königshaus und das Fürstenhaus zu Löwenstein ab.

  

 

 Der Grabstein Elisabeths von Öttingen im südlichen Seitenchor unserer Kirche

Elisabeth von Öttingen, für die bei uns ein ewiges Messgedächtnis existiert, war von großer Frömmigkeit und schenkte der Stiftskirche Neustadt eine stattliche Sammlung von Reliquien, welche jedoch in der Reformationszeit verloren ging. 

Ihr Bruder Friedrich IV. von Oettingen († 19.9.1415), Fürstbischof von Eichstätt, gilt als einer der Initiatoren des Brauches der Fronleichnamsprozessionen in Deutschland.

Wir haben S.D. den Fürsten Albrecht zu Öttingen-Spielberg über das Grab seiner Verwandten und über unsere Gemeinde des alten Ritus informiert, worauf er nachfolgend abgebildetes Handschreiben sandte, in welchem er sein großes Interesse bekundet und mitteilt, dass er uns bei einer unserer nächsten Wittelsbacher-Messen besuchen möchte. Der Fürst ist uns von Herzen willkommen und wir freuen uns über seinen angekündigten Besuch. 

  

19.02.2011

Vor 100 Jahren wurde Michael Kardinal  Faulhaber - der Weihespender von Papst Benedikt XVI. - Bischof von Speyer

Der 19. Februar 2011 ist ein besonderer Tag für die Katholiken im Bistum Speyer. An diesem Datum vor genau 100 Jahren fand in Speyer die Bischofsweihe und Inthronisation von Michael von Faulhaber statt, einem der bemerkenswertesten Oberhirten des 20. Jahrhunderts. Für uns als Gemeinde des alten Ritus in der Neustadter Stiftskirche ist er von ganz besonderer Wichtigkeit, denn 1921 begrub er unser letztes bayerisches Königspaar und 1951 weihte er unseren verehrten Hl. Vater, Papst Benedikt XVI. zum Priester.

Michael Faulhaber als Bischof von Speyer, 1911

Michael Faulhaber wurde am 5. März 1869 im unterfränkischen Heidenfeld als Sohn eines Bäckers geboren, trat  1889 in das Würzburger Priesterseminar ein und empfing 1892 die Priesterweihe. Am 6. Mai 1895 promovierte der junge Geistliche in Würzburg zum Doktor der Theologie, 1899 erfolgte die Habilitation und am 26. Juli 1903 übernahm er die Professur für „Alttestamentliche Exegese und biblische Theologie“ an der katholisch-theologischen Fakultät der Universität Straßburg/Elsaß.

Am 4. November 1910 erfolgte auf Vorschlag des bayerischen Kultusministers Faulhabers Ernennung zum Bischof von Speyer; die Bischofsweihe und Inthronisation fand am 19. Februar 1911 im Speyerer Dom statt. Hauptkonsekrator war der Pfälzer Franziskus von Bettinger aus Landstuhl, Erzbischof von München und nachmaliger Kardinal. Als "Alttestamentler" nahm der neue Bischof sehr symbolträchtig die jüdische Menora - den siebenarmigen Leuchter - in sein neues Wappen auf, jedoch überhöht von einem Hl.-Geist-Symbol, das seine Strahlen auf sie aussendet um sie mit Gottes Wahrheit zu befruchten. Am 1. Mai 1913 wurde Bischof Faulhaber mit dem Ritterkreuz des Verdienstordens der Bayerischen Krone ausgezeichnet und in den persönlichen Adelsstand erhoben.

Einladung anläßlich der Bischofsweihe in Speyer, für Domkapitular Joseph Schwind aus Schifferstadt, den späteren Seelenführer der Hl. Edith Stein

Am 5. November 1921 begrub Michael Kardinal von Faulhaber,  in der Münchner Frauenkirche das letzte bayerische Königspaar Ludwig III. und Marie Therese. Hierbei sagte er u.a.: „Könige von Volkes Gnaden sind keine Gnade für das Volk, und wo das Volk sein eigener König ist, wird es über kurz oder lang auch sein eigener Totengräber“. 

In der am 24. Januar 1926 zu Rom gegründeten Priestervereinigung „Amici Israel“ hatte Faulhaber eine führende Rolle inne. Hauptziel war die christlich-jüdische Aussöhnung. Der Verein setzte sich bereits damals für eine Milderung der schroff formulierten Karfreitagsbitte hinsichtlich der Juden ein und Faulhaber gebot seinen Diözesanpriestern:„Man vermeide in der christlichen Predigt alles, was antisemitischen Klang hat!“ Dem Nationalsozialismus stand der Bischof äußerst kritisch gegenüber und er bezeichnete ihn im November 1930 als eine „Häresie und mit der christlichen Weltanschauung nicht in Einklang zu bringen“.

 

 

Bischof Faulhaber vor dem Speyerer Dom; Relief am Hochaltar der von ihm zum Bau gelobten Maria-Schutz-Kirche, Kaiserslautern

 

In seinen Adventspredigten und der Silvesterhomilie des Jahres 1933, die in hoher Auflage auch gedruckt erschienen, verteidigte Michael von Faulhaber die Geltung des Alten Testaments und wandte sich deutlich gegen den Rassismus. Staatlicherseits wurden die Predigten als Sympathiekundgebungen für das Judentum aufgefasst und in polemischen Gegenschriften seine Kritik am "germanischen Neuheidentum“ gerügt. In Fragen des Glaubens und der katholischen Sittenlehre trat er gegenüber dem Staat völlig kompromißlos auf. Ende Januar 1934 verübte man ein Attentat auf den Erzbischof, das aber misslang. 

 

 

Michael von Faulhaber, Kardinal und Erzbischof

 

1937 entwarf Faulhaber für Papst Pius XI. die berühmte Enzyklika ''Mit brennender Sorge'' und geriet so in immer schärferen Gegensatz zu den nationalsozialistischen Machthabern. Gegen den Massenmord an Behinderten und chronisch Kranken protestierte er 1940 mit einem öffentlichen Brief an den Reichsjustizminister, im Juli 1941 prangerte er die Entfernung der Schulkreuze an. Am 12. September 1943 verurteilte Faulhaber gemeinsam mit den deutschen Bischöfen im so genannten ''Dekaloghirtenbrief'' die Tötung von Menschen fremder Rassen und Abstammung.

 

Für seine unerschrockene Haltung gegenüber dem NS-Regime zeichnete man Michael von Faulhaber 1951 mit dem Großkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland aus. Im gleichen Jahr erteilte er im Freisinger Dom den Diakonen Georg Ratzinger und dessen Bruder Joseph Ratzinger, unserem heutigen Papst, die Priesterweihe.

 

 

Michael Kardinal Faulhaber weiht 1951 den heutigen Papst Benedikt XVI. zum Priester 

  

Kardinal Faulhaber starb am 12. Juni 1952 in München, als gerade die Fronleichnamsprozession an seinem Palais vorbeizog. Er regierte das Erzbistum München-Freising zur Zeit der Monarchie und unter der NS-Diktatur, aber auch während zweier verschiedener Republiken; 2 Weltkriege und 2 Niederlagen mit Staatsumwälzungen durchlebte er als Bischof. Immer stellte sich der Oberhirte dem Anspruch, in der jeweiligen Zeit, durch ihre spezifischen Probleme, den Anruf Gottes zu hören und entsprechend zu handeln, gemäß seinem Wahlspruch ''VOX TEMPORIS – VOX DEI''.  Auf seinen Epitaph im Münchner Frauendom setzte man den schönen Spruch aus dem Alten Testament: „Es ist Zeit, daß ich heimkehre zu dem der mich gesandt hat.“

 

 

"Es ist Zeit dass ich heimkehre zu dem der mich gesandt hat"

  

Michael von Faulhaber ist heimgekehrt zu Gott der ihn sandte, aber seine Weihehandlung an Joseph Ratzinger wirkt hier auf Erden segensreich an uns weiter. Sie hat in der Person des heutigen Papstes dem alten Ritus die Freiheit geschenkt und uns Gerechtigkeit widerfahren lassen.

 

02.02.2011

"Weil aber die Verunglimpfungen unseres heiligen Glaubens zu häufig werden" -- Vor 190 Jahren gründete der Speyerer Bischof Weis die Zeitschrift "Der Katholik"

Die Gläubigen des Bistums Speyer und ganz besonders die diözesane Gemeinde des alten Ritus begehen dieses Jahr ein denkwürdiges Jubiläum. Im Januar 1821, also vor genau 190 Jahren, gründete unser späterer Speyerer Bischof Nikolaus von Weis – der Verwandte unseres verehrten Seelsorgers Monsignore Dr. Norbert Weis – zusammen mit seinem Freund Andreas Räß die Zeitschrift „Der Katholik“.

 

 

Titelblatt des "Katholik", Juliheft des 1. Jahrganges, 1821 

 

„Der Katholik“ existierte von 1821 bis 1918 und war in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts die berühmteste und profilierteste deutschsprachige, katholische Zeitschrift schlechthin. Nikolaus Weis (er wurde erst später geadelt) und Andreas Räß studierten beide in Mainz unter dem heiligmäßigen Bischof Joseph Colmar (1760-1818) und dessen hervorragenden Seminarregens Bruno Franz Leopold Liebermann (1759-1844). Weis und Räß – der spätere Bischof von Straßburg – wurden innige Freunde. Sie unterrichteten nach ihrer Priesterweihe gemeinsam am Mainzer Seminar, das zu ihrer Zeit als das glaubens- und romtreueste in Deutschland galt. Nach der französischen Revolution und den napoleonischen Kriegen lag das religiöse Leben in Deutschland weitgehend danieder, aufklärerische Glaubenskälte, Dogmenfeindlichkeit, Glaubensverleugnung und eine im Klerus verbreitete Los-von-Rom Bewegung hatte die Kirche hierzulande fest im Griff. Die Zeitlage ähnelte in vieler Hinsicht unserer heutigen. Damals, als es weder Radio, noch Fernsehen oder Computer gab, waren Zeitschriften die effektivste und einfachste Methode um die Massen zu erreichen; heute würde man sich des Internets bedienen.  

 

 

 

Bischof Nikolaus von Weis, der Verwandte unseres Zelebranten Msgr. Dr. Norbert Weis

 

Dem „Mainstream“ und Zeitgeist völlig entgegengesetzt gründeten Weis und Räß, eine dezidiert katholische Zeitung für ganz Deutschland, ein Sprachrohr und eine Stütze für alle die am überlieferten Glauben festhalten wollten. Der Titel war Programm. Sie beabsichtigten nicht modern oder traditionell zu sein, sondern einfach katholisch im besten Sinne des Wortes. So nannten sie ihre Zeitschrift „Der Katholik“; damit war alles gesagt. „Der Katholik“ verteidigte nachdrücklich die katholische Glaubenslehre und den jenseits der Alpen – also „ultramontan“ – residierenden Papst, die vom überwiegenden Teil der Gesellschaft in einer kleinkarierten Deutschtümelei als undeutsch und unzeitgemäß verachtet wurden. Gehässige Bildergeschichten wie Wilhelm Busch`s „Pater Filuzius“ erzeugten im Volk eine ähnliche Wirkung wie heutzutage die Sendungen der Fernsehanstalten. Das "hohe" Niveau blieb gleich. 

 

"Pater Filuzius" von Wilhelm Busch -- Die deutsche Vorstellung vom katholischen Priester, gestern und heute.

 

 

Die Universität Tübingen beschreibt in einer aktuellen Webseite (http://idb.ub.uni-tuebingen.de/digitue/theo/zss/kath/index.html) die Zielsetzung des „Katholik“ folgendermaßen: „Offensive Auseinandersetzung mit Anfragen bzw. Angriffen auf die katholische Kirche und deren Lehre und Praxis. Argumentative Begründung der eigenen Position. Warnung vor häretischer Literatur und Meinung, Hinweis auf positiv Bedenkenswertes. Vergewisserung der katholischen Milieus über die Rechtgläubigkeit. Kampf für die Freiheit der Kirche gegenüber staatlichen Eingriffen. Es handelt sich um ein Publikationsorgan dezidiert katholischer und romtreuer Kreise. Man geht von der Überzeugungskraft der katholischen Lehre aus, wenn diese nur offen und detailliert sowie volksnah vermittelt wird. Ziel ist die Herausbildung und Stärkung eines möglichst homogenen und selbstbewusst agierenden katholischen Bevölkerungsteils, der seine Interessen in der Öffentlichkeit zu vertreten weiß“

 

 

Msgr. Dr. Norbert Weis, unser Zelebrant

 

 

Nikolaus Weis und Andreas Räß schickten ihrer ersten Ausgabe 1821 folgende Präambel voraus, die nichts von ihrer Aktualität verloren hat und in großen Passagen direkt auf die Gegenwart übertragbar ist:

 

„Da die Feinde der christkatholischen Religion nicht aufhören, ihre teils offenen, teils verborgenen Angriffe gegen dieselbe fortzusetzen, ja sogar sich mit jedem Jahre einen neuen Tummelplatz dazu erwählen, so wird es auch wohl in unserem hochgepriesenen, menschenfreundlichen Zeitalter kein billig Denkender verargen, wenn wir dagegen die Wehr ergreifen und den Katholiken Verwahrungsmittel gegen diese arglistigen Versuche darreichen. Wir finden Zeitschriften am besten geeignet für diese Zwecke. Weil aber die Verunglimpfungen unseres heiligen Glaubens zu häufig werden, als dass die eine oder andere Zeitschrift alle Verleumdungen die täglich in buntscheckiger Gestalt in die Welt geschrieben werden, mit gehöriger Umsicht widerlegen könnte, so ist die Vervielfältigung römisch-katholischer Apologeten ein wahres Bedürfnis für unsere Zeit geworden. Wir werden uns glücklich schätzen, wenn Jesus Christus unser wohlgemeintes Mühen segnet, dass die Stimme gegenwärtiger Blätter die Irrenden belehren, die Schwankenden bestärken, die des Glaubens Unkundigen zurechtweisen, allen aber mit Nachdruck und tröstender Liebe entgegen tönen möchte. Fern sei von uns jeder bösliche Hader, fern unseliger Groll, fern sowohl ein absprechendes Hochgefühl, als auch jede überspannte Lehre, fern aber auch jene zaghafte Willfährigkeit und sklavische Huldigung des Zeitgeistes auf Unkosten des Glaubens. In necessariis unitas, in dubiis libertas, in omnibus charitas“        

 

Wegen staatlicher Zensur erschien "Der Katholik" 1822 - 1827 in Straßburg und von 1827- 1844 in Speyer. Hier konnte Nikolaus Weis selbst für die Publikation sorgen, da er ab 1822 dort Domkapitular war und 1842 Speyerer Bischof wurde, womit ihm auch der persönliche Adelstitel zufiel. In den 27 Jahren seines Episkopats erneuerte Weis das Bistum im Sinne der Grundsätze des „Katholik“ und er gilt als der fähigste und markanteste Speyerer Oberhirte des 19. Jahrhunderts. Seine Zeitgenossen sahen in ihm das Idealbild eines katholischen Priesters und Bischofs verwirklicht, weshalb ihn der Künstler Eduard Jakob von Steinle (1810-1886) in einem berühmten Bild als Landpfarrer im Gebirge darstellte. In seiner Trauerpredigt sagte Domkapitular Dietrich Becker 1869 über ihn: „...und im fernsten und ärmsten Dörfchen des Gebirges werden die Kinder, die ihn einmal gesehen haben, noch bis in ihr höchstes Alter an ihn sich erinnern und werden glauben, jeder Bischof müsse so aussehen wie er; so vollkommen war das Bild und das Wesen des Hingeschiedenen.“

 

 

Nikolaus von Weis als "Landpfarrer im Gebirge"

 

Die Diözese Speyer ist zu Recht stolz auf Bischof Nikolaus von Weis und sein Werk. Noch mehr aber freuen wir uns als Gemeinde des alten Ritus, in H.H. Domkapitular Msgr. Dr. Norbert Weis einen Seelsorger gefunden zu haben, der an Treue zu Kirche und Papst das Ebenbild seines berühmten Verwandten ist. Mit ihm zusammen wollen wir das sein, was Bischof Weis wollte; nichts mehr und nichts weniger als ein „Katholik“.   

 

 

 

8.11.2011
20.1.2012
18.12.2010
 
Die Speyerer Bistumszeitung "DER PILGER" berichtet in der neusten Ausgabe vom 19.12.2010 über die positive Entwicklung beim Außerordentlichen Ritus
 
 
 
 
28.11.2010
 
Unsere Bistumszeitung "DER PILGER" berichtet in der aktuellen Ausgabe über den Fürstenbesuch beim alten Ritus
 
 
 
4.11.2010
 
Fürst und Fürstin Löwenstein übersenden Dankesmail
 
 
Fürst und Fürstin Löwenstein sandten uns am 4. November nachfolgende Dankesmail. Sie macht uns sehr glücklich und wir freuen uns schon heute darauf, das Fürstenpaar bald wieder einmal bei uns in Neustadt zu haben.
 
 
Sehr geehrter Herr Specht,
 
haben Sie allerherzlichsten Dank für diesen wunderschönen, hochinteressanten Tag in Neustadt.
Wir haben nicht nur auf familiengeschichtlichem Boden gewandelt, sondern uns bei Freunden aufgenommen gefühlt! Den Sonntag mit dieser beeindruckenden, würdigen heiligen Messe zu beginnen war herrlich. Wieviel Zeit für Andacht und Meditation diese Liturgie uns schenkt.
 
Die interessante Führung, das gute Mittagessen und der liebenswürdige Empfang im Rathaus waren ein Geschenk für uns, mit großer, pfälzer Herzlichkeit überreicht!
 
Bitte sagen Sie Frau Conrad und allen organisatorisch beteiligten Freunden unseren aufrichtigen Dank.
 
 
Mit herzlichen Grüßen
 
Fürst und Fürstin Löwenstein

31.10.2010 

Wir danken Fürst und Fürstin zu Löwenstein für die hohe Ehre des Besuches unserer Hl. Messe im alten Ritus

  

 Domvikar Dr. Georg Müller segnet das Grab von Kurfürst Ruprecht I.

Am Sonntag, 31.10.2010 besuchten Fürst Alois Konstantin zu Löwenstein und seine Gattin, Prinzessin Anastasia von Preußen, eine Urenkelin Kaiser Wilhelm II., die Hl. Messe im alten Ritus, in der Stiftskirche Neustadt. Die Stiftskirche, als Memoria des Hauses Wittelsbach erbaut, birgt 5 Fürstengräber dieser Familie und es existieren dort 13 ewige Messen für Angehörige des Geschlechtes. Eine dieser Messstiftungen bezieht sich auf Kurfürst Friedrich I. von der Pfalz (1425-1476), den Ahnherrn der Fürsten zu Löwenstein, einer Seitenlinie der Wittelsbacher. Die diözesane Gemeinde des alten Ritus lässt die alten Stiftsmessen wieder aufleben und fasst sie laut geltendem Kirchenrecht zukünftig zu 2 festen Terminen im Jahr zusammen, an denen jeweils eine feierliche Wittelsbachermesse stattfinden soll. Einer davon wird der letzte Sonntag im Oktober bleiben; nach dem alten liturgischen Kalender der Christkönigssonntag. 

 

Fürst und Fürstin Löwenstein saßen in der südlichen Chorkapelle auf Ehrenplätzen, die mit der Pfälzer Fahne geschmückt waren. Fürst Alois Konstantin, langjähriger Vorsitzender des Kongresses „Freude am Glauben“ und Vorstandsmitglied im „Forum Deutscher Katholiken“, bekundete nach der Hl. Messe in der außerordentlichen Form, dass er diese „mit wachsender Begeisterung“ mitgefeiert habe und die Fürstin, eine Konvertitin, betonte dass sie diese Form der Liturgie tief beeindrucke und in der Richtigkeit ihres Glaubenswechsels nachhaltig bestärkte. Beide Fürstlichkeiten lobten besonders den leise gebeteten und mit zarter Orgelmusik untermalten Messkanon, der im Gegensatz zu gewöhnlichen Gottesdiensten den dringend nötigen Raum zur Meditation und zum persönlichen Gebet lasse. Stellvertretend für alle in die Hl. Messe eingeschlossenen Fürsten, segnete der Zelebrant, Domvikar Dr. Georg Müller, die im Mittelgang der Kirche sichtbaren Gräber Kurfürst Ruprecht I. von der Pfalz und seiner Gattin Beatrix von Berg. Der Kurfürst stiftete 1356 die Neustadter Kirche und gründete ebenso die Universität Heidelberg; als Mitglied im 3. Orden des Hl. Franziskus hatte er sich 1390 im Franziskanerhabit bestatten lassen.

 

Nach der Messe war das Fürstenpaar vom überkonfessionellen Bau- und Förderverein der Stiftskirche zum Mittagessen eingeladen, anschließend fand eine Kirchenführung statt. Dann erfolgte ein Festakt im Rathaus, zwecks Eintragung in das goldene Buch der Stadt. Hierbei hob der Fürst in einer Ansprache noch einmal hervor, wie sehr ihm der heutige Gottesdienst gefallen habe. Er werde in Kontakt mit der Neustadter Gemeinde des außerordentlichen Ritus bleiben und mit seiner Frau auch zukünftig zu diesen Wittelsbachermessen kommen. Pater Konrad zu Löwenstein, ein Verwandter des Fürsten, der als Priester der Petrusbruderschaft eine altrituelle Gemeinde in Venedig leitet, übermittelte Segensgrüße. Er will bei nächster Gelegenheit ebenfalls zu einer der Stiftsmessen nach Neustadt kommen und dabei möglichst selbst für seine Vorfahren zelebrieren.  

Das Fürstenpaar beim Empfang im Rathaus, zusammen mit Domvikar Dr. Müller und dem Gemeindeorganisator Joachim Specht 

29.10.2010

Die Rheinpfalz berichtet über den bevorstehenden Fürstenbesuch bei unserer Gemeinde

Artikel aus der heutigen Ausgabe der Rheinpfalz über den bevorstehenden Fürstenbesuch bei unserer Gemeinde in Neustadt (eingescannt wegen der Größe in zwei Teilen)

14.10.2010

Internetportal "kath-info.de" lobt das Bistum Speyer für seine vorbildliche Umsetzung des Motu proprio

14. Oktober
Vorbildhaft

Was in anderen Diözesen undenkbar scheint, ist in Speyer Wirklichkeit geworden: Das Bistum Speyer lädt auf seiner Internetpräsenz öffentlich zu Messfeiern im außerordentlichen Ritus ein, die ab dem 24. Oktober jeden Sonn- und Feiertag in Neustadt an der Weinstraße stattfinden. Dazu wurde die Stiftskirche eigens renoviert, indem der nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil aus dem Hochaltar herausgelöste Altartisch an seinen alten Platz zurückversetzt wurde und der Altaraufbau wieder den ursprünglichen Tabernakel erhielt. So macht das Bistum beispielhaft vor, wie man das Motu proprio Summorum Pontificum verwirklicht. Warum soll das in anderen Diözesen Deutschlands nicht auch möglich sein?

 

Der Originalartikel ist in dem allgemein sehr empfehlenswerten Portal hier aufrufbar:  http://www.kath-info.de/

 

14.10.2010

Auch die Speyerer Bistumszeitung "Der Pilger" lädt zu Messfeiern im außerordentlichen Ritus ein.

In der neusten Ausgabe der Speyerer Bistumszeitung "Der Pilger" wird mit hervorgehobenem Hintergrund zu den diözesanen Messfeiern im alten Ritus eingeladen.   

13.10.2010

Das Webportal der Diözese Speyer berichtet über unseren Einzug und lädt die Gläubigen zu Messen im alten Ritus ein

Auf ihrem Webportal berichtet die Diözese Speyer offiziell über die Ansiedlung der Gemeinde des außerordentlichen Ritus in Neustadt und lädt alle Gläubige zum Besuch der dortigen Gottesdienste ein. Unter dem folgenden link kann der Originalbeitrag aufgerufen werden: 

http://cms.bistum-speyer.de/www2/index.php?mySID=4ee8af4fd67dafe8ac9a8de16b592da1&myELEMENT=233288

Nachfolgend der Originaltext, kopiert aus dem Diözesanportal:  

Neustadt (12.10.2010). Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann wird am Sonntag, 17. Oktober, den Altar des katholischen Teils der Neustadter Stiftskirche weihen. Mit dem Pontifikalamt, das um 17 Uhr beginnt und in dem die Neustadter Choralschola mitwirkt, findet die seit über einem Jahr laufende Innenrenovierung des Chores und seiner barocken Ausstattung ihren Abschluss. Ab der darauf folgenden Woche wird das Bistum Speyer an diesem Ort sonn- und feiertags zu Messfeiern im außerordentlichen Ritus einladen. Diese waren bisher in der Pfarrkirche St. Laurentius in Dirmstein angesiedelt. Die Neustadter Stiftskirche hat einen evangelischen und einen katholischen Teil, die durch eine über 300 Jahre alte Mauer getrennt sind. 

Der Stiftskirchenchor eignet sich besonders für das überpfarrliche Angebot der Messe im alten lateinischen Ritus, da er als Nebenkirche der Pfarrei St. Marien nur noch wenig genutzt wurde und die historische Inneneinrichtung weitgehend erhalten geblieben ist. Bei der Renovierung wurde der nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil aus dem Hochaltar herausgelöste Altartisch an seinen alten Platz zurückversetzt, außerdem erhielt der Altaraufbau wieder den ursprünglichen Tabernakel. Auch eine neue Kommunionbank wurde in den Kirchenraum eingefügt. Hinzu kamen die Erneuerung der Elektroinstallation, der Einbau einer Bankheizung und ein Neuanstrich, die unabhängig von der künftigen Nutzung dringend erforderlich waren. Eine Renovierung der gotischen Ausmalung im Gewölbe wurde vorläufig noch zurückgestellt.